Drucken
Kategorie: Uncategorised

CIAG Marl Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl mit den Projekten 18.Abrahamsfest und Abraham Haus

Marl, 21. August 2018

 

Liebe muslimische Nachbarinnen und Nachbarn, Familien, Moscheegemeinden und Projekte/Einrichtungen

Zum Opferfest Id-ul-Adha (arabisch) bzw Kurban Bayram (türkisch) gratulieren wir von Herzen. Wir freuen uns über die gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit seit vielen Jahren in Marl und gratulieren heute als die Nicht-Muslimen Partner darin.

Das Opferfest feiern Sie/feiert Ihr ab heute und wir wissen, dass es als das höchste Fest im Islam gilt, sehr viel mit Ibrahim/Abraham zu tun hat und auch im Rahmen der Pilgerfahrt nach Mekka Abschluss und Höhepunkt ist.

Das Opferfest erinnert an Abraham/Ibrahim, der dem Koran zufolge im Traum sah, er solle im Auftrag Gottes seinen Sohn opfern. Er wollte gehorsam sein, aber dann sprach Gott ihn an, es zu unterlassen und statt eines Menschen einen Widder zu opfern. Im Islam ist Ismail der Sohn. Im Judentum und Christentum ist es Isaak. Diese Geschichte in den Heiligen Schriften der Juden, Christen und Muslime schärft verpflichtend ein: Es soll kein Mensch geopfert werden! Wenn wir aktuell an die Kriegsopfer, Verkehrsopfer denken und an die Opfer politischer Untaten (wie die Morde der NSU), wissen wir, wie wichtig diese Verpflichtung auch heute ist.

Zum Opferfest wird ein Tier geschlachtet. Das Fleisch wird zu je einem Drittel verteilt: in der Familie, in der Nachbarschaft und bei Bedürftigen. Es wird auch durch Geldspenden ersetzt. Kinder werden beschenkt.

Wir sind in Marl seit Jahren und Jahrzehnten verbunden  und suchen Harmonie, Toleranz, Frieden in der Stadt und wollen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit überwinden. Wir sind dafür dankbar, dass wir seit ungefähr 1980 diese Zusammenarbeit entwickeln, pflegen und vielfältig dafür aktiv sind – im September beispielsweise mit dem 18.Abrahamsfest.

Wir grüßen und gratulieren aus dem großen Kreis der Aktiven aus Judentum, Christentum und Islam, von der CIAG Marl mit unseren Projekte. Als die nicht-muslimischen Sprecherinnen vom ganzen: Beatrix Ries und Lilia Vishnevetska.